Am Samstag, den 18.12.2021, ging es für unsere Jungs wieder in den Simulator.
Bereits am Dienstag davor hatten sie die Möglichkeit die neuen Simulatoren im FSZ Laatzen zu testen. Da wir in dieser Saison mit einem SP3T- und einem GT3-Team an den Starten gehen, fahren wir mit den Simulatoren des ADAC und nicht wie in der letzten Saison mit denen von Race2Fit in Hannover.
So war es zumindest geplant. Am Freitagabend erhielten wir dann einen Anruf vom ADAC. Der uns zugeteilte Simulator hat ein defektes Bremspedal. So hatten wir die Wahl: 1. mit kaputtem Bremspedal fahren, 2. gar nicht fahren oder 3. bei Race2Fit in Hannover fahren. Natürlich entschieden wir uns dazu nach Hannover zu wechseln. Dadurch hatten wir aber leider einen Trainingsrückstand, da alle Simulatoren, auch des gleichen Herstellers, ein anderes Feeling vermitteln. Dennoch sind wir dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. sehr dankbar, dass so schnell eine Lösung gefunden werden konnte.
Am Morgen ging es gegen 8:30Uhr für uns los. Und ab 09.35Uhr konnten Patrick Sommerhage und Tony Tute das freie Training nutzen, um sich an den Simulator zu gewöhnen. Aber auch hier zeigte sich schon, dass die Zusammenlegung der SP3T- und der GT4-Class zu viel Chaos auf der Strecke führt. Das Qualifying unterstrich nochmals die Problematik der zusammengelegten Klassen. Sowohl Tony, als auch Patrick versuchten mindestens eine schnelle Runde zu absolvieren, aber bei 44 Fahrzeugen auf der Strecke war das fast unmöglich.
Um 10:20Uhr starteten die GT4-Fahrzeuge, gefolgt von der zweiten Startgruppe, der SP3T. Tony konnte beim Start ein paar Plätze gutmachen. Doch bereits nach zwei Runden schlossen die ersten GT4-Fahrzeuge auf und die Überrundungen begannen. Dadurch wurden die Fights in der TCR stark beeinträchtigt. Nach unserem Fahrerwechsel konnte Patrick sich unglaubliche 10 Plätze nach vorne kämpfen. Leider führte ein Verbremser bei der Einfahrt in die Boxengasse zu einem Unfall. Hierfür erhielten wir eine „Drive-Through“-Strafe. Unser Vorsprung war jedoch so groß, dass sie uns keinen Platz kostet. Während der letzten Stunde wurden die Fights immer stärker und wir wurden in einige Kollisionen verwickelt. Patrick und Tony kamen weit vorn ins Ziel, dann aber kam die Nachricht, dass gegen uns Proteste geführt wurden. Dadurch erhielten wir noch 1 Minute und 15 Sekunden als Zeitersatzstrafe, die uns leider auf Platz 17 zurückfallen ließ.
Zwischen den beiden Klassen hatten wir etwa 30Minuten Zeit um eine kurze Pause zu machen und unsere Technik auf die GT3 umzustellen. Leon Stork und Jannik Jakobs, die den Schritt in die höchste Klasse des ADAC Digital Cups wagten, sind schon seit langer Zeit ein gut eingespieltes Team.
Doch nach dem Training zogen die Jungs Bilanz: Das gewählte SetUp ist nicht optimal. So kämpfte Jannik sich durch das Qualifying auf Platz 19. Nach dem Start konnte Jannik ein paar Plätze gut machen, aber was sich im Training schon anbahnte, bestätigte sich im Rennen leider. Plötzlich und ohne Vorankündigung verloren die Reifen an Grip: Dreher und Ausflüge ins Kiesbett folgten. Sowohl Jannik als auch Leon kämpften mit den schwierigen Bedingungen und versuchten das Beste aus der Situation zu machen.
Am Ende reichte es nur für Platz 18. Für die nächsten Rennen möchten die beiden bessere SetUps einstellen. Sie sind motiviert und wollen zukünftig wieder konkurrenzfähiger sein. Auch unsere Jungs aus der SP3T sind höchstmotiviert in den nächsten Rennen anzugreifen und ein paar Plätze in der Meisterschaft gut zu machen.