Am vergangenen Samstag, den 05.02.2022, war es für unsere Sim-Racing-Teams wieder so weit. Es ging diesmal nach Großbritannien zum Silverstone Circuit.
Wie auch schon bei den vergangenen Rennen trafen sich am Morgen die GT4- und SP3T-Teams. Das Training mit unserem virtuellen Hyundai i30 N absolvierte Patrick Sommerhage, danach stieg Manuel Drescher in den Simulator ein. Er kämpfte sich im Qualifying durch den Verkehr und gerade, als er auf seiner schnellsten Runde war, war die Zeit abgelaufen und die Session wurde beendet. Trotzdem schaffte Manuel es auf einen sehr guten 9ten Platz.
Während der Einführungsrunde für das Rennen ließ ein Team zum vorderen Teil des Grids abreißen, weshalb eine zweite Einführungsrunde gefahren werden musste, damit das SP3T-Feld wieder zusammenrücken konnte. Der Start verlief für uns ungewöhnlich ruhig. Manuel konnte sich aus allen Konflikten raushalten und schon drei Plätze gut machen. Während der ersten Rennstunde kam es immer wieder zu kleinen Fights, ein besonders fairen trug Manuel mit unseren Simulator-Nachbarn vom MSC der Polizei Braunschweig e. V. aus, den er für uns entscheiden konnte.
Als wir nach etwa einer Stunde unseren ersten Longstopp mit Fahrerwechsel absolvierten, kam der Schock. Anstatt der Mindestdurchfahrtszeit von 120 Sekunden wurde uns eine Zeit von 111 Sekunden angezeigt. Aber uns folgten zahlreiche weitere Teams, deren Boxenstoppzeiten ebenso kurz waren. Auch bei unserem zweiten Longstopp, wieder mit Fahrerwechsel, war die Mindestdurchfahrtszeit zu kurz, aber wir hatten hier die Möglichkeit durch eine Drive-Through die Zeit auszugleichen. Dennoch mussten wir noch einen extra Longstopp absolvieren. Kurz nachdem wir diesen abgesetzt hatten und Manuel die Box verließ, erhielten alle Teams einen Funk von der Rennleitung. Es gab ein Problem mit der Software. Die angezeigten Boxenstoppzeiten waren 10 Sekunden kürzer als die tatsächlichen Zeiten. Somit waren unsere beiden Boxenstopps doch richtig und hätten nicht durch eine Drive-Through und einen extra Longstopp korrigiert werden müssen. Die Rennleitung wollte sich nach dem Rennen alle einzelnen Stopps anschauen, diese händisch gegebenenfalls rausrechnen und somit das Ergebnis korrigieren. Wir sind natürlich gespannt, ob sich an unserem Rennergebnis noch etwas ändert, denn durch die zusätzlichen Stopps rutschten wir bis auf Platz 12 zurück.
Ansonsten verlief das Rennen aber recht ruhig. Manuel und Patrick waren wieder ein perfektes Team, konnten ihre Positionen gut verteidigen und immer wieder nach vorne pushen.
Am Nachmittag war dann unser GT3 -Team mit Jannik Jakobs und Leon Stork dran. Das Training übernahm Leon, der leider das Feedback gab, dass das Set-Up, welches die Jungs erst eine Woche vorher erstellt und trainiert hatten, doch nicht mehr so gut war. Für das Qualifying übernahm Jannik den Simulator, er konnte Platz 18 rausfahren und absolvierte somit auch den Start. Dieser verlief für uns augenscheinlich gut, wir hatten nicht den Eindruck in einer Kollision verwickelt zu sein. Doch später erhielten wir eine Drive-Through, weil wir wohl doch in einer Kollision verwickelt waren.
Jannik konnte aber weiter nach vorne angreifen und immer wieder Plätze gut machen. Doch leider bestätigte sich Leons Eindruck vom Training. Die Reifen bauten zu schnell ab und der Porsche wurde zu schnell unfahrbar. Aufgrund der Spritkalkulation musste Jannik aber noch rund 10 Minuten draußen bleiben. Danach übergab er an Leon, bei ihm bauten die Reifen noch schneller ab. Nochmals 10 Minuten früher als bei Jannik, aber auch er gab sein bestes und versuchte wenigstens die Position zu halten. Den Endspurt übernahm dann wieder Jannik, er brachte den Porsche am Ende auf Platz 17 ins Ziel.